Teichert-Ofen Einordnung "unserer" Teichert-Öfen
Geschichte der Meißner Ofen- und Wandplattenindustrie

Der Bossierer der Königlichen Porzellanmanufaktur in Meißen, Gottfried Heinrich Melzer, entwickelte 1840 ein neues Verfahren für die Herstellung von Ofenkacheln, das am 13.4.1855 patentiert wurde. Der Töpfermeister Johann Friedrich Carl Teichert interessierte sich für das Verfahren und übernahm 1857 die Herstellung der Melzischen Ofenkacheln. Siehe auch Meißner Ofen- und Porzellanfabrik, vormals Carl Teichert, Meißen (M.0. & P.F. vorm. C.T.M.).

Der Bruder Johann Friedrich Ernst Teichert arbeitete dort bis 1868 als Werksführer. Er machte sich 1869 mit der Inbetriebnahme seiner Kachelofenfabrik in Cölln selbstständig, die dann 1872 in die Aktiengesellschaft Sächsische Ofen- und Chamottewaaren-Fabrik umgewandelt wurde. 1884 gründete er noch eine Porzellanfabrik (siehe auch Ernst Teichert Ofen- und Porzellanfabrik in Meißen).

Um 1930 fasste man die drei Betriebe Meißner Ofen- und Porzellanfabrik vorm. Carl Teichert Meißen, Ernst Teichert GmbH und die Meißner Wandplattenwerke Saxonia zu den "Teichert-Werken" zusammen.

"Unsere" beiden Kachelöfen sind auf der Innenseite gestempelt mit dem Stempel der Sächsischen Ofen- und Chamottewaaren Fabrik, vormals Ernst Teichert, Meißen (S.0.F. vorm. E.T.M.). Damit datieren wir die Öfen ab 1872.

Weiteres zu Jugendstilfliesen unter jugendstilfliesen.de.

Zu Cölln siehe auch Cölln in der Gründerzeit.

Mehr zur Geschichte der Meißner Ofen- und Wandplattenindustrie ("Teichert-Werke") siehe auch Günter Naumann in "Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen", Neue Folge, I.Band, 1.Heft, Meißen 2000, herausgegeben vom Verein für Geschichte der Stadt Meißen e.V., ISSN 1615-1801.
 

 
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